ProCall Enterprise kann im Zusammenspiel mit Kasperky Virenschutzlösungen nicht ordnungsgemäß arbeiten, weil möglicherweise aus Sicherheitsgründen der Zugriff auf Kamera und Mikrofon durch die Anwendung blockiert wird.


Stand

Juli 2020

Mögliche Ursache

Unter Einsatz von Kaspersky Virenschutzlösungen und speziell dem dazugehörigen Kaspersky Security Network (KSN) https://www.kaspersky.de/ksn wird ProCall Client evtl. als nicht vertrauenswürdig eingestuft und automatisch in die Gruppe "Schwach beschränkt" verschoben. Damit ist in der Standard-Richtlinie dieser Gruppe ein Zugriff auf Kamera und Mikrofon durch ProCall Enterprise nicht möglich.


In den ProCall Client Debug-Logfiles (im WebRTC Trace) können folgende Zeilen Hinweise zur Problematik liefern:

WARNING ; (12:58:44:754 | 27) AUDIO DEVICE: 1 99; 6840; waveInOpen(deviceID=0) failed (err=11)
WARNING ; (12:58:44:755 | 0) AUDIO DEVICE: 1 99; 6840; it is not possible to control the microphone volume for this mixer device


Interessant ist hier vor allem der Code "(err=11)".

"(err=5)" ist in den meisten Fällen ein Hinweis darauf , dass Windows es blockiert.

"(err=11)" deutet auf ein Problem mit einer anderen Instanz wie z. B. einem VirenScanner hin.

Beispiel Screenshot: Kaspersky Security Network KSN:

Kaspersky Security Network und Einstellungen für ProCall Enterprise

Beispiel Screenshot: Kaspersky Programm-Überwachung mit Aktivitätsmonitor auf Client Rechner

Beispiel Screenshot Programm Überwachung Kaspersky Aktivitätsmonitor auf Client Rechner

Vorgehensweise

Im Kaspersky Security Center in der Richtlinie unter Erwarteter Schutz → Programm-Überwachung → Einstellungen Rechte für Programme → Schwach beschränkt → Rechte → Zugriff auf die Webcam und Zugriff auf ein
Audioaufnahmegerät zulassen:

Beispiel Screenshot: Rechte für die Programmgruppe im Kaspersky Security Network definieren