AktualisierungsstandOktober 2026
Produktrelevanzestos MetaDirectory


Dieser Artikel erklärt, wie Sie ein sogenanntes Debug-Log vom MetaDirectory erstellen, um diese Informationen zur Analyse bereitzustellen.

Logfiles können nur untersucht werden, wenn sinnvolle Ankerpunkte vorhanden sind. Stellen Sie deshalb hinreichende zusätzliche Informationen zur Verfügung. Hinweise hierüber geben Ihnen die folgenden Fragestellungen.

  • Wann trat ein Fehlverhalten auf bzw. wann wurde ein Fehlverhalten reproduziert (Zeitstempel mit Datum und Uhrzeit, mindestens minutengenau)?
  • Welche Nebenstellen / Telefonnummern oder Benutzer waren beteiligt oder betroffen?
  • Von welcher Client-Software aus wurde eine Suchabfrage initiiert?
  • Ablauf des Workflows (Verbindungsaufbau, Suchabfrage, ...), welcher in einen Fehler geführt hat
  • Welche Replikatoren befinden sich im Einsatz?
  • Welches Benutzerauthentifizierungs- bzw. Benutzerverwaltungsverfahren wird genutzt?

Vorgehensweise

Logdateien

In estos MetaDirectory Administrator wählen Sie den Menüpunkt Konfiguration - Allgemein - Ereignisse

Beispiel Screenshot MetaDirectory Administrator - Konfiguration - Allgemein - Ereignisse

1a. Bitte setzen Sie das MetaDirectory Ereignisprotokoll auf Alles (auch Debug Informationen) protokollieren.

1b. ab MetaDirectory 6.3 steht die zusätzliche Option zur Verfügung, separate Logdateien der MetaDirectory LDAP-Schnittstelle schreiben zu lassen. Es stehen die auswählbaren Log Level <none>, Error, Warning, Information und Debug zur Verfügung. Bedarfsweise aktivieren Sie hier das Logging auf Log Level Debug.

1c. Betätigen Sie Übernehmen, um die gewählten Protokollierungseinstellungen zu aktivieren.

2. Löschen Sie mittels Button Logdateien löschen... alle alten Logfiles, insofern diese für eine zurückblickende Analyse nicht mehr erforderlich sein sollten

3a. bis zur MetaDirectory Version 6.0.2:
Nachdem Sie das Problem reproduziert haben bzw. der zu meldende Vorfall wieder eingetreten ist, öffnen Sie das Logverzeichnis (C:\Program Files\estos\MetaDirectory\logs) und erstellen von dem vollständigen Ordner Logs eine ZIP-Datei.

3b. ab MetaDirectory Version 6.0.3:
Nachdem Sie das Problem reproduziert haben bzw. der zu meldende Vorfall wieder eingetreten ist, betätigen Sie den Knopf Logdateien bereitstellen:

Beispiel Screenshot MetaDirectory Administrator - Konfiguration - Allgemein - Ereignisse - Logdateien bereitstellen

An einem zu spezifizierenden Ablageort wird ein ZIP-Archiv mit den verfügbaren Logdateien erstellt. Konfigurationsdaten bereitstellen bietet zusätzlich die Möglichkeit, auch die estos MetaDirectory Konfigurationsdaten diesem ZIP-Archiv hinzuzufügen, womit der gesonderte im Folgeabschnitt Konfigurationsdaten erläuterte Export der Konfigurationsdaten entfallen kann.

4. Die ZIP-Datei einschließlich der Angabe über die konkrete Problembeschreibung (siehe oben) stellen Sie Ihrer für Sie zuständigen Supportinstanz für eine Analyse zur Verfügung.

Vorgehen bei fehlendem Zugriff auf die MetaDirectory Administration

Insofern auf die estos MetaDirectory Administration kein Zugriff besteht, kann das Logging dennoch beeinflusst werden.

Der eingestellte Log-Level ist in der MetaDirectory Konfigurationsdatei logging.xml hinterlegt, welche sich im Installationsstandard in Verzeichnis C:\Program Files\estos\MetaDirectory\config\ befindet.

Im Abschnitt <LogFile...> finden sich die Schlüsselwörter <LogLevel> und <LdapLogLevelF>. Anbei eine beispielhafte Datei logging.xml mit aktiviertem Logging auf Log Level Debug und aktivierter Protokollierung von LDAP-Ereignissen in separaten Dateien ebenfalls auf Log Level Debug:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<LogFile metaversion="6.5.2.15081">
    <LogFilePath>C:\Program Files\estos\MetaDirectory\logs\</LogFilePath>
    <LogLevel>4</LogLevel>
    <DeleteLogs>1</DeleteLogs>
    <ErrorMailToAdmin>0</ErrorMailToAdmin>
    <NoReplicatorLogs>0</NoReplicatorLogs>
    <WindowsEventLogLevel>0</WindowsEventLogLevel>
    <RolloverCount>16</RolloverCount>
    <RolloverSize>10485760</RolloverSize>
    <MaxCountLdapTxt>64</MaxCountLdapTxt>
    <MaxCountLdapZip>64</MaxCountLdapZip>
    <LdapLogLevelE>0</LdapLogLevelE>
    <LdapLogLevelF>4</LdapLogLevelF>
</LogFile>
CODE

Der Wert des Schlüsselworts <LogLevel> kann auf die Werte 1 bis 4 eingestellt werden:

WertGewählter Log Level
1Nur Fehler protokollieren
2Fehler und Warnungen protokollieren
3Fehler, Warnungen und Informationen protokollieren
4Alles (auch Debug-Informationen) protokollieren

Der Wert des Schlüsselworts <LdapLogLevelF> kann auf die Werte 0 bis 4 eingestellt werden:

WertGewählter Log Level
0<none>
1Error
2Warning
3Information
4Debug

Zur Einstellung des gewünschten Log-Levels zum

  • MetaDirectory Ereignis Protokoll und der
  • LDAP Ereignis Protokollierung in separaten Dateien

ist wie folgt vorzugehen:

  • estos MetaDirectory Server Dienst beenden
  • Konfigurationsdatei logging.xml mit einem Texteditor öffnen
  • den gewünschten Wert für das Schlüsselwort <LogFile metaversion=...><LogLevel> setzen
  • den gewünschten Wert für das Schlüsselwort <LogFile metaversion=...><LdapLogLevelF> setzen
  • Änderung speichern und Editor schließen
  • estos MetaDirectory Server Dienst starten

In der Standardkonfiguration finden sich die geschriebenen Logdateien im MetaDirectory Unterprogrammverzeichnis logs. Dort können sämtliche Logdateien in einem ZIP-Archiv zusammengefasst und für die weitere Analyse bereitgestellt werden.

Konfigurationsdaten

Um eine effiziente Analyse zu ermöglichen, kann es oft sinnvoll sein, zusätzlich zu den Logdateien die Angaben zur Konfiguration von estos MetaDirectory bereitzustellen.

Hierzu wählen Sie in estos MetaDirectory Administrator den Menüpunkt Datei - Konfiguration - Export... und exportieren die Konfigurationsdaten in eine ZIP-Datei, welche Sie zusammen mit dem ZIP-Archiv mit den Logdateien bereitstellen

Weiterführende Informationen